Wir über uns
Der Verein zur Förderung und Mitgestaltung einer Städtepartnerschaft Freiburg-Wiwili, kurz „Wiwili-Verein“,
unterstützt seit 1984 mit finanzieller Hilfe der Freiburger Bevölkerung, der Europäischen Union und der Stadt Freiburg die Bemühungen der Bevölkerung in Wiwili ihre Lebensbedingungen zu verbessern.
Der Ursprung der besonderen Beziehungen zwischen Freiburg und Wiwili liegt im Jahr 1980. Damals begann der Freiburger Arzt Albrecht „Tonio“ Pflaum im Auftrag des Deutschen Entwicklungsdienstes am Aufbau einer medizinischen Versorgung für Wiwili mitzuarbeiten. Im April 1983 wurde er von der Contra ermordet.
Die so genannte „Contra“ ist eine Söldnertruppe, die von den USA finanziert und von Offizieren des 1979 durch einen Volksaufstand gestürzten Diktators Somoza befehligt wurden. Sie bildeten eine Terrorgruppe, die zivile Ziele angriffen, wie Gesundheitsposten, Kooperativen und Versorgungseinrichtungen.
In Absprachen mit der Stadtverwaltung von Wiwili beschlossen der Freundeskreis Tonio Pflaum und der Wiwili-Verein, den Bau einer sieben Kilometer langen Trinkwasserleitung zu unterstützen.
Bei der Arbeit an diesem Projekt wurde 1986 ein zweiter Freiburger, Berndt Koberstein von der Contra ermordet.
Das Trinkwasserleitungsprojekt wurde mit aktiver Beteiligung der Bevölkerung von Wiwili erfolgreich zu Ende geführt.
Der Wiwili-Verein versteht sich nicht als alternative Entwicklungshilfeagentur, sondern will neben nachhaltiger direkter Hilfe vor allem Kontakte zwischen der Bevölkerung beider Städte fördern, zur Völkerverständigung und zum Abbau des Nord-Süd-Konfliktes beitragen.
Am 20.10 1988 wurde der Städtefreundschaftsvertrag von dem Bürgermeister Don Javier Barahona und dem Oberbürgermeister der Stadt Freiburg unterzeichnet.
Materielle Hilfe kann Not lindern, sollte aber nicht zum Alibi werden, menschenverachtende Strukturen und unsoziale innenpolitische Verhältnisse aufrecht zu erhalten. Öffentlichkeitsarbeit zur Situation in Wiwili, ebenso wie zu entwicklungspolitischen Fragen ist daher ein wichtiges Element der Arbeit des Freiburger Wiwili-Vereins.
Mitglieder des Vereins, die die Lage in Nicaragua und Wiwili kennen, stehen gerne für Veranstaltungen mit Filmen und Dias zur Verfügung.
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